Nominierungsjury

NOMINIERUNGSJURY

Aglaia Szyszkowitz

Aglaia Szyszkowitz wurde 1968 im lieblichen Graz geboren und war ihre ersten Lebensjahre in Hannover, weshalb sie den schönen steirischen Dialekt nie richtig lernte. Nach der österreichischen Matura besuchte sie die Schauspielschule am Volkstheater Wien und spielte sich von 1990 bis 1995 durch alles, was Stadttheater wie Krefeld, Würzburg und Münster zu bieten hatten. Lieblingsrolle: Janet !in der „Rocky Horror Picture Show“.1995 übersiedelte sie nach Hamburg und gab 1996 ihr Kinodebüt mit „Zwei Männer, zwei Frauen, vier Probleme“/Regie Vivian Naefe. Dieser schöne Film war ihr Sprungbrett in die Film-und Fernsehwelt. Bald schlüpfte die damals 30-jährige mit „Einsatz in Hamburg“ („Jenny Berlin“) in die Rolle der jüngsten Kommissarin im samstäglichen „ZDF-Hauptabendprogramm“. (trotz doch noch leicht hörbarem österr. Dialekt!) Mit dem Wohnsitzwechsel nach Hamburg begann für die Schauspielerin eine herrliche und sehr arbeitsreiche Zeit. Ob TV, Kino oder Streamer, sie stand für nunmehr über 170 Filme in verschiedensten Ländern vor der Kamera. Einer der vielen Höhepunkte war der Kinofilm „Das Sams“ von Ben Verbong 2001, sowie 2006 „Klimt“ von Raúl Ruiz, in dem sie an der Seite von John Malkovich agierte.
2014 zog es sie zwischen den Dreharbeiten für eine Weile ans Theater zurück und so gab sie in der Komödie im bayrischen Hof in München die Rolle der Emmi in Daniel Glattauers Bestsellerroman „Gut gegen Nordwind“/Regie M.Kreihsl. Mit dieser Vorstellung gastiert sie seitdem gemeinsam mit Walter Sittler an vielen verschiedenen Orten und wird es im Sommer 2026 beim „Kultursommer Semmering“ zum 150.Mal spielen. 2016/17 führte sie die Rolle der Joana Dorek in „Die Wunderübung“ ,ebenfalls D. Glattauer ,an das Wiener Theater in der Josefstadt, dem sie seitdem verbunden ist.
2018 übernahm sie die Hauptrolle in der Reihe „Zimmer mit Stall“ /ARD ,an ihrer Seite Friedrich von Thun, sowie parallel dazu die Rolle der “Billy Kuckuck“ in der gleichnamigen Reihe, ebenfalls für die ARD. Szyszkowitz spielte und spielt in allen Genres und auf vielen Kanälen, so sah man sie z.Bsp. 2022 auf Netflix in der Serie „Inventing Anna“.
Ihr Lieblingsgenre ist und bleibt aber die Komödie.
2023 hat sie ihr erstes Buch mit dem Titel „Von der Rolle“ veröffentlicht , das sich mittlerweile in der dritten Auflage gut verkauft und sie inspirierte, ein zweites zu beginnen.
Sie tritt mit Lesungen und vielen verschiedenen Programmen auf, in denen sie besonders gern und viel mit Musiker:innen zusammenarbeitet.
2024 zog es die zwischenzeitliche Wahlmünchnerin wieder zurück in ihre Heimat nach Österreich, momentan lebt sie in Graz und arbeitet von dort aus.
Die Juryarbeit sieht die Künstlerin als sehr besondere, verantwortungs- und ehrenvolle Aufgabe und dankt dem BFFS für das Vertrauen.

Bastian Reiber

Gebürtig aus Mönchengladbach und ausgebildet an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, spielt Bastian Reiber zunächst am Theater Magdeburg, wo er die Wahl zum Nachwuchsschauspieler des Jahres durch die Zeitschrift Theater heute gewinnt. Weitere Engagements führen ihn an das Schauspielhaus Hamburg, sowie an die Schaubühne und die Volksbühne in Berlin. 2015 wird Bastian Reiber mit dem Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung für Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Seit 2016 führt er selbst Regie am Theater (u.a. „Genesis“ an der Schaubühne Berlin)
2022 bekommt er den Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste in der Sektion Darstellende Kunst verliehen.
Er wirkt in vielen TV und Kinoproduktionen mit, etwa in „Der Tatortreiniger“, „Magical Mystery“ (Regie: Arne Feldhusen, 2017) und der „Stasikomödie“ (Regie: Leander Haußmann, 2022). 2026 spielt er den „Kurt“ in „Achtsam Morden 2“ auf Netflix. Im selben Jahr erscheint „Das Manko“ – eine Serie die er für das ZDF kleine Fernsehspiel zusammen mit seinem Kollektiv „Das Manko GbR“ entwickelt hat. Hier ist Bastian Reiber Headwriter, Showrunner und spielt auch selber mit.

Bastian Reiber

Götz Otto

Götz Otto erhielt seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz sowie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. International bekannt wurde er durch seine Rolle als Mr. Stamper, der eiskalten rechten Hand des Bösewichts Elliot Carver im Tomorrow Never Dies.

Seitdem ist Otto aus der deutschen und internationalen Film- und Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Zuletzt sorgte er mit seiner eindrucksvollen Darstellung des Paul Schäfer in der Serie Dignity für große Aufmerksamkeit und wurde dafür 2021 für den Grimme-Preis nominiert. Kürzlich übernahm er zudem die Titelrolle des „Rattenfängers von Hameln“ in der gleichnamigen Serie.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete Götz Otto mit einigen der bedeutendsten Regisseure der Filmwelt zusammen, darunter Steven Spielberg in Schindler’s List. Später war er außerdem in Downfall zu sehen – eine Rolle, die ihn Jahre später zur Internet-Sensation machte. Weitere internationale Produktionen folgten, darunter die Sci-Fi-Satire Iron Sky sowie Cloud Atlas an der Seite von Tom Hanks und Halle Berry.

Auch mit dem Oscar-prämierten Regisseur Fernando Trueba verband ihn eine enge Zusammenarbeit: Gemeinsam realisierten sie drei Filme, in denen Otto unter anderem neben Penélope Cruz, Jean Rochefort und Claudia Cardinale zu sehen war.

Jenny Schily

Jenny Schily, geboren in Berlin, ist Theater-/ Filmschauspielerin und Künstlerin. Ihre Schauspielausbildung machte sie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie war Ensemblemitglied am Staatsschauspiel Dresden(1995-97), am TAT Frankfurt a.M. (1997-2001), der Schaubühne (2002-07) & dem Gorki Theater Berlin (2010-111) und zuletzt als Gast am Düsseldorfer Schauspielhaus.
Zu ihren wichtigen Kinofilmen zählen: DIE STILLE NACH DEM SCHUSS (Volker Schlöndorff), SCHLAFKRANKHEIT (Ulrich Köhler), DAS MERKWÜRDIGE KÄTZCHEN (Ramon Zürcher), DIE FRAU, DIE SICH TRAUT (Marc Rensing), DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN (Stina Werenfels), WAS UNS NICHT UMBRINGT (Sandra Nettelbeck) und IM HAUS MEINER ELTERN (Tim Ellrich), mit dem sie 2025 für den Schauspielpreis nominiert war.
Sie wirkte zudem in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, arbeitete u.A. mit Miguel Alexandre, Till Franzen, Hendrik Handloegten, Tom Tykwer, Andreas Kleinert, Lars Kraume und Dany Levy. Sie ist auch als Sprecherin für Hörspiele tätig und macht regelmäßig Lesungen.
Daneben arbeitet sie mit dem Komponisten-Duo vogelkürstner in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen. 2021 entstand die gemeinsame Arbeit DER WELTBAUMEISTER UND DIE ANDEREN (nach Bruno Taut) als audiovisuelle Installation in der Berliner Werkbund Galerie. Als Vinylplatte & Buch erschien im gleichen Jahr eine limitierte Auflage der Arbeit.
Beim Musik- & Literaturfestival Moosbrand wirkte sie 2018 am von vogelkürstner komponierten Liederzyklus über das Langgedicht DET/DAS von Inger Christensen mit.
Für das Zürcher Schauspielhaus entwickelten sie 2020 gemeinsam den musikalisch performativen
Abend lyrik&loops.
Im Rahmen des Kunstfestes Corvey 2022 war sie Teil der musikalischen Uraufführung (vogelkürstner) des Gedichtszyklus DAS SCHMETTERLINGSTAL (von Inger Christensen).

Jenny Schily

Reiki von Carlowitz

Reiki von Carlowitz ist Schauspielerin, Dialect Coach, Green Consultant. Aufgewachsen mit Theater und Musical, studierte sie Regie an der Medienhochschule in Köln und arbeitet heute genre- und formatübergreifend vor der Kamera von Tatort über Kinofilm bis internationalem Streamer. Neben der Schauspielerei sammelte sie Erfahrung in Produktion und Producing — von der deutschen TV-Landschaft bis zu Produktionen mit Wes Anderson. Weitere Stationen führten sie zu Opernproduktionen in Italien und Werbefilm in Australien. Als Dialect Coach begleitete sie Schauspieler:innen wie Jameela Jamil, Noma Dumezweni und Márton Csókás in internationalen Produktionen. Sie spricht fünf Sprachen.
Reiki lebt in Berlin und engagiert sich für nachhaltiges Handeln in der Filmbranche.

Simon Steinhorst

Simon Steinhorst wurde 1985 in Starnberg geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Österreich und Deutschland.
Seit seinem Studienabschluss an der Kunsthochschule für Medien in Köln, arbeitet er als Filmschaffender und Schauspieler im Theater, Film und Fernsehen. Sein animierter Kurzfilm Doom Cruise wurde 2021 mit dem deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Als Schauspieler etablierte er sich unter anderem durch Produktionen wie „30 Tage Lust“, „Start the fck up“ sowie durch seine Zusammenarbeit mit dem „Neo Magazin Royale“. Zuletzt wirkte er in der Thriller-Dramaserie „Westend Girl“ mit und feierte mit der Science-Fiction Serie „Wake Up“ Premiere auf dem diesjährigen Filmfest München. 2025 wurde er in der Kategorie Duo mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet.

Simon Steinhorst

Yun Huang

Yun Huang ist Schauspielerin, Autorin, Regisseurin und Polyglott – sie spricht fließend Deutsch, Englisch, Mandarin, Französisch, Italienisch und Japanisch und absolvierte sie ihren BA in Physical Theatre an der Accademia Teatro Dimitri in der Schweiz.

Ihre Arbeit reicht von Arthouse-Kino wie SILENT FRIEND, ENJOY YOUR STAY und KOTTI EXPRESS, über Genre-Hits auf Netflix wie KLEO (Grimme-Preis, nominiert für den Critics Choice Award, USA) bis hin zu diversen TATORTs, SOKOs etc., Kinokomödien wie ALTER WEISSER MANN bis hin zur Telenovela ROTE ROSEN.
2024 schrieb, inszenierte und produzierte sie ihren Kurzfilm NON CI SEI und war Co-Produzentin des Kurzfilms KOTTI EXPRESS. Derzeit arbeitet sie an ihrer von MOIN geförderten Dramedy-Serie REALITREE.
Ihre filmische Arbeit ist geprägt von ihrer BiPOC-queer-feministischen Perspektive, ihrer transkulturellen Biografie und dem unermüdlichen Drang, Erzählräume zu schaffen, die jenseits der dominanten Narrative patriarchaler und kapitalistischer Systeme liegen.

Bei den Filmfestspielen in Venedig 2025 war sie im Hauptcast des Films SILENT FRIEND zu sehen sein – von der Oscar-nominierten und Berlinale-prämierten Regisseurin Ildikó Enyedi, an der Seite von Tony Leung und Léa Seydoux.

Für ihre Hauptrolle in MEIN NAME AKIM wurde Yun 2025 für den First Steps Award für bestes Schauspiel nominiert. 2026 gewann der Film den Max Ophüls Publikumspreis für den besten mittellangen Film.