Jury

JURY

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Aus 318 Einreichungen suchten die Vorauswahljury 130 Filme und Serien aus, aus denen die Nominierungsjury als „Maschinenraum“ des Deutschen Schauspielpreises 2020 die diesjährigen Nominierten wählte. Die Entscheidung über die Preisträger und Preisträgerinnen trugen dann über 3600 BFFS-Mitglieder: sieben Wochen lang hatten sie die Möglichkeit, die Einreichungen zu sichten und für ihre Favoriten und Favoritinnen zu stimmen.

 

v. l. n. r..: Dela Dabulamanzi, Wanja Mues, Petra Zieser, Peter Zimmermann, Ulrike Lodwig, Harriet Kracht, Jörg Schüttauf

DELA DABULAMANZI

wurde 1980 in Köln geboren, an der Reduta Schauspielschule in Berlin ausgebildet. Seit 2003 ist sie neben zahlreichen Auftritten in Kurz- und Spielfilmen für Kino und Fernsehen auch als Theaterschauspielerin tätig. Nach Engagements u.a. am Grips-Theater, am Theater Konstanz und dem Schauspiel Frankfurt spielte Dela Dabulamanzi zuletzt die Rolle der Malala im gleichnamigen Stück im ATZE Musiktheater, welches für den IKARUS-Preis 2018 nominiert war. Als Synchronsprecherin wirkte sie unter anderem bei der Netflix-Serie „Black Earth Rising“, dem US-Film „Black Panther“ und „Orange is the New Black“ mit. 2019 wurde sie für den DSP in der Kategorie „Starker Auftritt“ in der Serie „Druck“ nominiert. Seit 2010 ist Dela Dabulamanzi Mitglied des Künstlerkollektivs „Label Noir“, mit dem sie sich aktiv für mehr Diversity in der deutschen Kultur und Medienlandschaft engagiert, indem sie Theaterproduktionen und mediale Formate realisiert, die Lebensrealitäten aus einer Schwarzen Perspektive darstellen.

HARRIET KRACHT

wurde 1964 in Hamburg geboren und absolvierte dort von 1983 bis 1986 die Schauspielausbildung. Es folgten längere Engagements am Städtebundtheater Hof, am Stadttheater Bremerhaven, am Stadttheater Heidelberg und am Theater Dortmund. Seit 2000 arbeitet sie als freie Schauspielerin und steht an den verschiedensten Theatern immer wieder auf der Bühne. So wirkte sie unter anderem in der Komödie Dresden, im Ballhaus Naunynstraße und bei den Burgfestspielen Jagsthausen mit. Harriet Kracht ist außerdem als Sprecherin tätig und spricht regelmäßig für Werbung, Trailer, Hörspiele, Computerspiele und Synchron. Ihre Stimme lieh sie namhaften Schauspielerinnen, darunter Deneen Tyler, welche in „Eine wie Alaska“ die Rolle der Dolores spielt und in dem Film „The Butler“ ist Harriet die deutsche Stimme von Oprah Winfrey.

ULRIKE LODWIG

nach ihrem Schauspielstudium 1988 an der Schauspielschule der Keller in Köln startete sie am Schauspielhaus Düsseldorf ihren Weg auf die Theaterbühnen Deutschlands. Sie wählte bewusst feste Engagements, unter anderem am Stadttheater Würzburg und dem Stadttheater Regensburg, um ihr Talent in der Kontinuität großer Aufgaben auszuformen. Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt Ulrike Lodwig insgesamt drei Mal den Bayerischen Theaterpreis. Inzwischen lebt sie in Berlin und steht nunmehr als freie Schauspielerin sowohl auf der Bühne, wie auch regelmäßig für Film und Fernsehen vor der Kamera. Zuletzt war sie zu sehen in „SOKO Wismar“ und im Kinospielfilm „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“. 2016/17 leitete sie das Projekt „Ungeschminkt“, eine gemeinsame Aktion des BFFS und BVC: Caster trifft Schauspieler.

WANJA MUES

stand mit elf Jahren für den Dreiteiler „Jokehnen“ das erste Mal vor der Kamera. Nach seinem Abitur zog der gebürtige Hamburger nach New York, um das Actors Studio MFA-Program an der New School for Social Research zu absolvieren. Seitdem war er in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Die Fernsehproduktion „Eine fremde Tochter“ von Stefan Krohmer, Sebastian Markas Tatort „Parasomnia“ und die internationale Coproduktion „Spy City“ unter der Regie von Miguel Alexandre sind fertig produziert und warten auf Ausstrahlung. Zurzeit steht Wanja für die französischsprachige Serie „Crossroads“ in Belgien vor der Kamera und bereitet sich zudem auf die Wiederaufnahme von Daniel Kehlmanns Theaterstück „Heilig Abend“ vor.

JÖRG SCHÜTTAUF

wurde 1961 in Karl-Marx-Stadt geboren und stand schon als Grundschüler das erste Mal auf einer Theaterbühne. Nach einer Ausbildung zum Bühnentechniker und anschließendem Wehrdienst besuchte er die Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig, die er 1986 mit einem Diplom abschloss. Es folgten ein fünfjähriges Engagement am Hans-Otto-Theater in Potsdam, ein Engagement am Maxim-Gorki-Theater in Berlin sowie erste Kino- und Fernsehrollen. Nach der Wiedervereinigung wurde er durch seine Hauptrolle im Fernsehfilm „Lenz“, für die er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, deutschlandweit bekannt. Von 2002 bis 2010 ermittelte er an der Seite von Andrea Sawatzki als Hauptkommissar Fritz Dellwo im Frankfurter „Tatort“. Jörg Schüttauf spielte seither bei zahlreichen Filmen und Serien mit, darunter bei der deutsch-luxemburgischen Serie „Bad Banks“, dem Fernsehfilm „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“ oder zuletzt bei „Tatort: Der letzte Schrey“.

PETRA ZIESER

wurde in München geboren, wo sie Theaterwissenschaften an der Universität München sowie Schauspiel bei Wolfgang Büttner studierte. Von 1982 bis 1988 war sie am Grips-Theater in Berlin engagiert, danach gehörte sie vier Jahre lang zum Ensemble des Hamburger Thalia-Theater. Seitdem arbeitet Petra Zieser als freie Schauspielerin und war auf mehreren Berliner Bühnen, wie dem Wintergarten Varieté, der Bar jeder Vernunft und dem Renaissance-Theater zu sehen. Neben ihrer Theaterarbeit steht sie regelmäßig für Film und Fernsehen vor der Kamera. Sie arbeitete unter anderem mit Reinhard Hauff, Doris Dörrie und Hape Kerkeling und erhielt 2002 den deutschen Fernsehpreis für „Kolle, ein Leben für Liebe und Sex“. Ihre letzten TV-Produktionen waren „Kreuzfahrt ins Glück“ und „SOKO Köln“.

PETER ZIMMERMANN

absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Schon vor seinem Studium stand er am Deutschen Theater auf der Bühne und spielte später auf einer Vielzahl von Theaterbühnen in Berlin, Karl-Marx-Stadt, Zittau, Nordhausen und Frankfurt/Oder. Seine ersten Rollen im Film hatte er in „Achillesferse“ von 1978 und „Bis dass der Tod euch scheidet“ von 1979. Der Film „Die Frau und der Fremde“, in dem Peter Zimmermann eine der Hauptrollen spielte, gewann 1985 den Goldenen Bären auf der Berlinale. Ab 1994 war er als Professor an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg tätig und wirkt seither regelmäßig in Film und Fernsehen mit. Von 2006 bis 2009 besetzte er als Richard van Weyden eine der Hauptrollen in der Serie „Wege zum Glück“. Zuletzt stand er neben Iris Berben und Klaus Maria Brandauer für die Serie „Capelli Code“ vor der Kamera.